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Ergotherapie | Physiotherapie | Psychotherapie

PAIS verstehen.
VERSORGUNG GEMEINSAM STÄRKEN.

CONFIDENCE

Was CONFIDENCE für Therapeut:innen bedeutet

Menschen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) werden häufig über längere Zeit in verschiedenen Bereichen begleitet. Dazu gehören auch Ergotherapie, Physiotherapie und Psychotherapie. Gerade deshalb ist eine gute Abstimmung zwischen den beteiligten Professionen wichtig.

CONFIDENCE ist ein Versorgungsprojekt für Menschen mit PAIS, darunter auch Post-COVID-Syndrom und ME/CFS. Das Projekt wird in Baden-Württemberg durchgeführt. Ziel ist es, Versorgung strukturierter, patientenzentrierter und sektorenverbindend zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Hausarztpraxis als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle.

Für Therapeut:innen bedeutet das: CONFIDENCE schafft Orientierung in einem komplexen Versorgungsfeld, stärkt die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bereichen und unterstützt eine abgestimmte Begleitung von Patient:innen.

PAIS besser einordnen

PAIS umfasst unterschiedliche Beschwerdebilder und Verläufe. CONFIDENCE unterstützt dabei, Beschwerden fachlich differenziert einzuordnen und im Versorgungskontext besser zu verstehen.

Abgestimmt zusammenarbeiten

Menschen mit PAIS werden häufig parallel in mehreren Bereichen begleitet. CONFIDENCE stärkt die Abstimmung zwischen Hausarztpraxis, Therapeut:innen und spezialisierten Einrichtungen in Baden-Württemberg.

Komplexe Verläufe sicher begleiten

Bei Erschöpfung, eingeschränkter Belastbarkeit oder Beschwerden nach Anstrengung ist eine am aktuellen Wissensstand orientierte Begleitung wichtig. CONFIDENCE unterstützt Orientierung bei komplexen Verläufen und fördert sichere nächste Behandlungsschritte im Versorgungsalltag.

Zwei Sessel in einem ruhigen Therapieraum
Therapeutin im Gespräch mit einer Patientin im Rollstuhl

Projektbestandteile

Was zu CONFIDENCE gehört

CONFIDENCE wird in Baden-Württemberg durchgeführt.

PROZESS / ZUGANG INS PROJEKT

Wie Patient:innen in CONFIDENCE aufgenommen werden

Therapeut:innen können Patient:innen auf CONFIDENCE aufmerksam machen, wenn Beschwerden zum Projektkontext passen und die Versorgung in Baden-Württemberg erfolgt.

Beispiele für Krankheitsbilder und  Beschwerden im Projektkontext (nicht abschließend)

  • Beschwerden nach einer COVID-19 Infektion
  • Beschwerden nach anderen Infektionen, zum Beispiel nach Influenza oder Pfeifferschem Drüsenfieber

Zu typischen Beschwerden gehören zum Beispiel:

  • starke Erschöpfung
  • eingeschränkte körperliche oder kognitive Belastbarkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Beschwerden, die sich nach Anstrengung ungewöhnlich verschlechtern

Patient:innen können nicht direkt über therapeutische Berufe in das Projekt aufgenommen werden.

Im weiteren Verlauf können Therapeut:innen in die Versorgung einbezogen werden.

Die Prüfung einer möglichen Teilnahme erfolgt über die Hausarztpraxis.

Das Projekt wird in Baden-Württemberg durchgeführt.

FAQ

fragen & antworten

Patientin liest CONFIDENCE-Informationsmaterial in einem Wartebereich

CONFIDENCE ist ein Versorgungsprojekt für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS). Dazu gehören unter anderem das Post-COVID-Syndrom und ME/CFS. Ziel ist es, die Versorgung besser abzustimmen und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bereichen zu stärken.

Ergo-, Physio- und Psychotherapeut:innen begleiten häufig Menschen mit anhaltenden Beschwerden nach Infektionen – zum Beispiel mit Erschöpfung, eingeschränkter Belastbarkeit oder Konzentrationsproblemen. Genau hier setzt CONFIDENCE an: mit Orientierung, besserer Abstimmung zwischen den Professionen und Unterstützung bei schwierigen oder unklaren Verläufen.

Nein. CONFIDENCE bezieht sich auf postakute Infektionssyndrome, kurz PAIS. Dazu gehören Beschwerden nach Infektionen, unter anderem nach COVID-19.

Es können aber auch andere Infektionen wie beispielsweise EBV, Influenza oder Atemwegsinfekte ohne Erregernachweis in Zusammenhang stehen.

Therapeut:innen erleben oft sehr genau, wie sich Belastbarkeit, Alltagsfunktion und praktische Einschränkungen entwickeln. Diese Beobachtungen können für die weitere Einordnung wichtig sein. Im Projektumfeld sind sie deshalb wichtige Partner:innen in der Begleitung.

Nein. Der direkte Weg in das Projekt führt nicht über Ergotherapie, Physiotherapie oder Psychotherapie. Patient:innen können also nicht direkt über diese Berufsgruppen angemeldet oder eingeschlossen werden. Die Prüfung einer Teilnahme erfolgt über die Hausarztpraxis.

Die Hausarztpraxis steht bei CONFIDENCE im Mittelpunkt als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle. Dort wird geprüft, ob eine Teilnahme infrage kommt und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Für Therapeut:innen bedeutet das: Die eigene Begleitung bleibt wichtig, die formale Koordination läuft jedoch über die Hausarztpraxis.

Therapeut:innen können Patient:innen auf CONFIDENCE aufmerksam machen, wenn die Beschwerden zum Projektkontext passen. Der sinnvolle nächste Schritt ist dann, das Thema in der Hausarztpraxis anzusprechen und dort prüfen zu lassen, ob eine Teilnahme möglich ist.

Relevant sind anhaltende Beschwerden nach Infektionen, zum Beispiel Erschöpfung, eingeschränkte körperliche oder kognitive Belastbarkeit, Konzentrationsprobleme oder Beschwerden, die sich nach Anstrengung ungewöhnlich verschlechtern. Solche Beobachtungen können ein Anlass sein, auf CONFIDENCE hinzuweisen und eine Abklärung über die Hausarztpraxis anzuregen.

Wenn Patient:innen über die Hausarztpraxis in das Projekt aufgenommen werden, kann es im weiteren Verlauf sein, dass Therapeut:innen angefragt werden, ob sie sich im Rahmen des Projekts beteiligen möchten. Eine Einbindung ist also möglich, aber keine automatische Beteiligung.

Für Therapieberufe gibt es vor allem drei zentrale Vorteile durch die Teilnahme an CONFIDENCE: praxistaugliche Informationen, mehr Orientierung und einen stärkeren Austausch zwischen den Professionen. Gerade bei schwierigen oder unklaren Verläufen soll die Versorgung besser abgestimmt werden. Der Nutzen liegt also vor allem in besserer Zusammenarbeit und klarerer Einordnung.

Nein. Das Projekt wird in Baden-Württemberg durchgeführt.